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kundigungen über Fräulein Dueroquet eingezogen, ehe er ſich zu ihr begab. Ein heirathsfähiges Fräu⸗ lein mit zweitauſend Franken Renten war für einen Doktor, welcher in ſeinem fünfzigſten Jahre noch Nichts als Verſchleimungs⸗ und Schnupfenkrankheiten geheilt hatte, keine zu verachtende Parthie. Herr Sapiens ſuchte deßhalb ſeiner Phyſiognomie den an⸗ genehmſten Ausdruck zu geben, als er ſich bei Fräu⸗ lein Dueroquet vorſtellte. Es koſtete ihm nicht viel, ihr zu gefallen; ſeine Aehnlichkeit mit dem Carreau⸗ Buben ſprach ſehr beredt zu ſeinen Gunſten. Die erſten Beſuche waren kurz, bald verlängerte ſie der Doktor aber: er ſuchte geſchickt die Moral der alten Jungfrau zu erforſchen, und als er ihren Geſchmack an dem Wunderbaren, ihren Glauben am Karten⸗ ſchlagen, ihr Wohlgefallen an den Ritterromanen be⸗ merkt hatte, ſchmeichelte er ihren Ideen auf's Lie⸗ benswürdigſte; er lieh ihr die„Liebſchaften Bayards⸗ und die„Haimonskinder«. Während er ein Rezept verſchrieb oder eine niederſchlagende Medizin verord⸗ nete, wagte er einen glühenden Blick, den man mit einem zärtlichen Seufzer beantwortete, welchen man den Herzklemmungen zuſchrieb.
Nach Verlauf einiger Wochen war die intereſſante Kranke, Dank der Sorgfalt des lieben Doktors, wie⸗ der hergeſtellt. Sie klagte nur noch über Herzklopfen, das die Gegenwart des Herrn Sapiens bloß ver⸗ mehrte. Dieſer, welcher eine Eroberung, die ihm in jeder Hinſicht genehm war, nicht hinausſchieben wollte, hatte bereits einige Worte von Liebe und Eheſtand
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