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Stadt bekannt machen wollte, ging weit weniger in Geſellſchaft und begrub ſich in ihre Karten und Rit⸗ ter⸗ oder Geſpenſter⸗Romane. Dieſe neue Lebens⸗ weiſe hatte ihre Geſundheit ſo ſehr angegriffen, daß ſie bald einen Arzt zu Rathe ziehen mußte. Ein neuer Schüler Aesculaps hatte ſich ſeit Kurzem in der Stadt niedergelaſſen; man pries ſeine Geſchicklichkeit ſehr. Fräulein Dueroquet kannte ihn bloß dem Rufe nach, ſie ließ ihn zu ſich bitten und Herr Sapiens folgte, erfreut, eine neue Kundſchaft zu erhalten, eiligſt ihrer Aufforderung.
Beim Anblick des Doktors empfand Fräulein Du⸗ eroquet ein unwillkürliches Beben, denn ſie fand, daß derſelbe auf eine überraſchende Weiſe dem Carreau⸗ Buben gleiche, welcher ſie unaufhörlich in den Karten verfolgte. Herr Sapiens hatte in der That, ohne gerade blond zu ſein, Etwas von Hektors Farbe; ſeine Augen waren lebhaft und ſchelmiſch; er hinkte ein Wenig, was eben nicht ſehr ritterlich iſt, aber er ſchleppte das Bein auf ſo verführeriſche Weiſe hintendrein, daß es ihn noch intereſſanter machte; außerdem hatte er eine kräftige Wade: man konnte dieß genau unterſcheiden, denn er trug nie Stiefel; endlich ſchien der Doktor, obgleich er ſchon fünfzig Jahre alt war, erſt achtundvierzig zu ſein.
Herr Sapiens hatte ſeine Jugend in der Haupt⸗
ſtadt verlebt; etwas ſpät bemerkend, daß es ihm trotz
ſeiner Talente ſchwer gelingen würde, daſelbſt ſein Glück zu machen, entſchloß er ſich, ſich in der Provinz niederzulaſſen. Als gewandter Mann hatte er Er⸗


