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„Nun, was iſt denn da Erſtaunliches daran,“ er⸗ wiedert der kleine Herr, den Kopf erhebend.„Wenn es heller in Eurer rauchigen Hütte wäre, würdet Ihr ſehen, gute Frau, daß die Kleine ganz mein Eben⸗ bild iß.“ Herr Champagne tritt an's Bett und ſagt zu ſeinem Herrn:„Das Fräulein ſchläft immer noch.“ „Die Kleine ſchlägt mir in Allem nach: dieſelbe Kaltblütigkeit, dieſelbe Ruhe in Gefahr! das liegt im Blute.. die Familie Franconard iſt der Eigen⸗ ſchaft wegen ſeit drei Jahrhunderten bekanni. Einer unſerer Vorfahren ſchlief bei der Belagerung von Jeruſalem auf einem Sturmbock ein.“ „Am Abend vor der Schlacht, Herr Graf?“ „Nein, am Morgen darauf. Meinem Großvater ſanken zwei Pferde unter dem Leibe zuſammen.“
„In der Schlacht, Herr Graf?“
„Nein, in der Reitbahn. Und mein Vater hatte bei ſeinem Tode mehr als zweihundert Wunden an
ſich. Höre, Champagne, zweihundert Wunden! ſo viel werden nur Wenige aufweiſen können.“
„Potz Kuckuk, das will ich wohl glauben, das waren ohne Zweifel Degenſtiche?“
„Nein, Blutegelbiſſe; er war außerordentlich voll⸗ blütig. Was mich betrift, ſo iſt der Beweis meiner Tapferkeit in meinem Geſicht zu ſehen.“
„Es möchten gewiß Viele dem Herrn Grafen gleichen.“
„Allerdings, Champagne; das fehlende Auge hat mir manche Eroberung etworben.“


