Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Man darf ſie ſchlagen, nicht wahr, Vater? rufe ich lebhaft aus.

Nicht immer, mein lieber Andreas: wenn man ſie erwiſcht, beſtraft ſie die Behörde; aber es iſt verboten, ſie ſelbſt zu züchtigen!

Gibt man den böſen Leuten auch zu eſſen? fragt der kleine Jakob, bald das Feuer, bald die kochende Suppe betrachtend.

Meine Kinder, alle Menſchen müſſen leben...

Aber die Böſen bekommen keine ſo gute Suppe wie wir, nicht wahr, Vater? 2

Unſer Vater lächelte, hob den kleinen Jakob in die Höhe und küßte ihn zärtlich.. Peter und ich beugten uns vor, um dieſelbe Liebkoſung zu erhalten, welche er uns auch ertheilte, denn er liebte uns alle Drei gleich. Jene ungerechte Vorliebe, die oft Neid, Eiferſucht und Kummer zwiſchen Geſchwiſtern er⸗ wecken, war ſeinem Herzen fremd; er forſchte in unſern Zügen nicht, welchen von uns die Natur wohl am meiſten begünſtigen werde: in den Augen eines guten Vaters ſind alle ſeine Kinder gleich ſchön.

Die von der Mutter zubereitete Suppe wird auf einen hölzernen Liſch geſtellt; der Dampf, der aus einer großen Schüſſel emporſtieg, ergötzte unſer Auge und lockte dem kleinen Jakob, der mit Entzücken den erquickenden Geruch des Abendeſſens einathmete, ein

Lächeln ab.

Zum Eſſen! zum Eſſen! ruft unſere Mutter. Jakob glitſchte ſchnell von dem Schooße meines Vaters herunter und ſtellte ſich auf einen kleinen