„Und Du, Jaköbchen?“ fragte mein Vater den jüngſten meiner Brüder, der erſt fünf Jahre alt war und ſich zu ſeinen Füßen wälzte und ausſtreckte, um ſich an dem großen Ofen zu wärmen.„Sag', Ja⸗ köbchen, was würdeſt Du dort treiben?“
„Ich würde alle Tage Käſe zu meinem Brod eſſen,“ antwortet Jaköbchen lächelnd und ſich nach der Mutter umſchauend, um zu ſehen, ob die Suppe bald fertig ſei.
„Was mich betrifft,“ verſetzte ich,„ſo würde ich arbeiten, um viel Geld zu verdienen, damit wir einen Garten kaufen könnten. Ich würde euch Alles heimbringen, dann wären wir recht glücklich; Ihr, mein Vater und Ihr, Mutter, könntet euch dann des Winters den ganzen Tag an den warmen Ofen ſetzen und ich und meine Brüder Schneeballen machen.“
„Du biſt ein braver Junge, Andreas; Du denkſt an Deine Eltern. Aber, ach! in der großen Stadt,
meine lieben Kinder, macht man nicht immer ſein
Glück; ich bin in meiner Jugend auch hingegangen, aber es gelang mir nur wenig zu erwerben, und unterwegs beſtahlen mich Schurken um meine ganzen Erſparniſſe, um die Frucht zehnjähriger Arbeit, die ich meiner Mutter heimbringen wollte. Ich mußte mit leeren Händen zurückkehren.“
„Was ſind Schurken?“ fragte Peter. 6
„Mein Kind, das ſind Elende, Faullenzer, Diebe, die nicht arbeiten mögen und von Raub gn Andern leben,⸗ 7


