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an; bleib' daheim bei unſerm Ofen. Unſer Getreide
Liſt eingeheimst, wir haben noch länger als ſechs Wochen Brod; ich gebe es nicht zu, daß Du Dich ausſetzeſt, um ein Paar Batzen zu verdienen.“
„Mein Vater,“ ſagte ich hierauf mit entſchloſſener Miene, den Kopf in die Höhe hebend,„wenn Reiſende kommen, kann ja ich ihr Führer ſein, ſie auf die Gletſcher hinaufführen, ihnen die ſchönen, ſo entſetz⸗ lichen Abgründe zeigen! Sie werden mich dafür be⸗ zahlen und ich Euch das Geld heimbringen, dann braucht Ihr Euch nicht mehr ſo anzuſtrengen. Nicht wahr, Ihr erlaubet es mir, Vater?“
„Du biſt noch zu jung, mein kleiner Andreas,“ erwiedert mein Vater, mir die Wangen ſtreichelnd und mich auf ſeinen Knieen wiegend.
„Zu jung? Ich bin der älteſte von meinen Brü⸗ dern: ſieben Jahr vorbei. Unſers Nachbars Michael Sohn war noch nicht ſo alt, als er fort in die große Stadt ging.“
„Meine lieben Kinder, ich wünſche, daß ihr nie genöthigt ſein werdet, auch hinzugehen! Ich möchte euch immer bei mir behalten.“
„In der großen Stadt muß es recht ſchön ſein,“ verſetzt Peter, ſeine kleinen Augen aufreißend.„Sie ſagen, dort könne man alle Tage die Zauberlaterne ſehen, die einmal bei uns durchgekommen iſt.“
„Möchteſt Du hin, Peter?“
„O, meiner Treu, ich hätte den Muth nicht, allein zu gehen wie Michaels Sohn!“
Paul de Koff. TLXXXIII. 2


