Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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heuren Ofen herum, neben dem unſer Vater auf einem großen Stuhle ſitzt, während unſere Mutter in der geräumigen Stube, der einzigen des Hauſes, hin und her geht und, indem ſie zankt, daß wir ſo lange draußen geblieben ſind, die Suppe zu unſerm Nachteſſen zubereitet.

Schau, ſagte ſie,wie ſie mit Schnee bedeckt ſind! Wer wird bei ſolchem Wetter ſo lange auf der Straße bleiben! Hm, die unartigen Jungen, wenn ſie ſpielen, hören ſie nicht mehr auf mich.

Schilt ſie nicht, Marie, ſagte unſer Vater, uns zu ſich herziehend;ſchilt ſie nicht: ſie unterhalten ſich, ſie ſind glücklich! Warum ſo frühzeitig ſchon ihr Glück ſtören? Die lieben Kinder, ihre Jugend vergeht ſo ſchnell und die reifern Jahre bringen Kummet und Sorgen mit ſich! Wird der Erwerb des heutigen Tages für den morgenden zureichen? Darf man hoffen, daß man heut das Leid von geſtern vergißt? Immer Qualen, ſelten eine Freude und nie wieder ſo glück⸗ liche Stunden, als ſie ſie eben genoſſen haben. Ich habe auch einſt Schneeballen gemacht; vor vierzig Jahren ſpielte ich wie ſie. Jene Zeit iſt fern, ſie hat zu kurz gedauert; ich erinnere mich nicht, ſeit damals ein ſo lauteres Vergnügen genoſſen zu haben.

Wie, ſelbſt bei unſerer Verheirathung nicht, Jörgel? verſetzt unſere Mutter in vorwurfsvollem Tone. Mein Vater blickt ſie lächelnd an und erwie⸗ dert bloß:O, das iſt eiwas Anderes! Jch konnte Dir nur eine Hütte anbieten! Hatte ich mehr? Sind wir deßhalb weniger