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„Aber der Sohn des guten St. Godibert? Wo iſt er denn? Wäre der Julian auch krank? Sollte denn eine Seuche in der Familie eingeriſſen haben?“
„Julian,“ antwortet der Capitaliſt,„iſt dieſen Morgen nach Havre abgereist: er ſoll den Handel in den Colonieen ſtudiren.. dieß iſt ein Gedanke ſeines Vaters, den er Ihnen über Tiſche mittheilen wollte.“
Das Flüſtern und Vermuthen beginnt wieder. Aber nach eingenommenem Kaffee und Likör geht Jeder an ſein Geſchäft, ohne der St. Godiberts wei⸗ ter zu gedenken.„Jeder für ſich!e iſt ein altes Sprich⸗ wort.
Des andern Tages frühe kommt Friedrich zu ſei⸗ nem Oheim, dem Banquier. In dem Schlafzimmer findet er die beiden Gatten veiſammen, denn der Kummer vereinigt.
„Fortan,“ ſagt er mit befriedigter Miene,„wird der Verführer Ihres Sohnes Ihrer Familie keine Schande mehr bringen.“
„Wie!“ ruft Angelika aus,„Herr Derneſty?“
„Ich ſuchte ihn heute mit Tagesanbruch auf und forderte ihn unter dem Vorwande, daß mein Oheim Mondigo mich zu ſeinem Rächer beſtellt habe. Ich glaube, ihm ahnte, daß mich ein anderer Beweggrund beſeele, aber als fürchte er, ich möchte damit heraus⸗ rücken, nahm er augenblicklich den Zweikampf an. Die Vorſehung wachte über mich. Derneſiy erhielt eine Kugel in die Bruſt und fiel, um nicht wieder aufzuſtehen. Ich vernahm ſeine letzten Worte: er


