69
ſchenken ſollen, aber... Sie wiſſen Alles und ſeitdem habe ich keinen Tag Ruhe gehabt!“ „Sie können nicht mehr in Frankreich bleiben. Ich bin im Begriff⸗ ein Schiff nach der Inſel Bour⸗ bon zu ſchicken. Begeben Sie ſich nach Havre: mit dieſem Schiff reiſen Sie ab, ich werde dem Capitän ſchreiben. Dort bemühen Sie ſich unabläßig, daß Ihr Betragen muſterhaft ſei... daß man Ihnen nicht den kleinſten Vorwurf machen könne, und nach einem Dutzend Jahre dürfen Sie Ihr Vaterland wiederſehen. Es gibt kein Vergehen, das eine wahre Reue nicht ausmerzen könnte.“ „Ach, mein Herr!“
„Packen Sie ein und reiſen Sie auf der Stelle av. Sie haben vielleicht kein Geld? Nehmen Sie dieſe Börſe. Ihr Vater wird meine Anordnungen genehmigen. Gehen Sie und denken Sie darauf, einſt das Widerſehen Ihrer Eltern zu verdienen.“ Julian drückt ſeine vebenden Lippen auf eine 3 von Candrillons Händen; er kann kaum reden und geht endlich mit dem Schwure hinweg⸗ daß er eines 3 Tages würdig ſein werde, in ſein Vaterland zurück⸗ zukehren.
i Der Capitaliſt vleibt nicht lange allein; die ganze
Familie kehrt zu ihm zurück. Herr und Frau St. Godibert werfen ſich weinend in ſeine Arme.
„Billigen Sie, was ich gethan habe?“ fragt Can⸗ drillon. „Ach! Sie haben unſere Ehre gerettet,. aber der elende Derneſty?“


