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bert,„das iſt eine meines Erachtens ſehr romantiſche
Geſchichte; aber jedenfalls iſt es nicht daſſelbe Piſtol, denn ich erkläre, daß dieſes hier meinem Sohne ge⸗ hört.. dieſe Waffe iſt koſtbar genug, um leicht er⸗ kennbar zu ſein, und zudem ſah ich ſie vorgeſtern noch,
als ich in Julians Bibliothek ein Buch holte. Seitdem
4 jedoch iſt Mademviſelle mit Leinwand auf dem Zim⸗ mer meines Sohnes geweſen und auf dieſem Wege ſpazierte das Piſtol zu ihren Effekten.“
Während Frau St. Godibert über ihre Rede ent⸗ zückt ſchien, ſehen Hieronymus und Roſa⸗Maria ein⸗ ander an und ſofort wenden ſich Beider Augen auf den Vater Savenay. Dieſe drei Perſonen ſind offen⸗ bar lebhaft bewegt und erſchrecken vor der gegen⸗ ſeitigen Mittheilung ihrer Gedanken. Herr Candril⸗ lon beobachtet ſie, als ahnte er, was in ihnen vor⸗ ging.
Leopold tritt zu Frau St. Godibert und ſagt: „Madame, ſind Sie, bevor Sie Ihre Nichte einer Handlung, deren ſie unfähig iſt, anklagen, auch zu⸗
erſt vei Ihrem Herrn Sohn geweſen, um zu ſehen, ob er die Waffe, welche er beſaß, wirklich nicht mehr habe?“ 7„Nein!“ antwortet Angelika;„doch wozu ſuchen, was hier iſt? Wäre mein Sohn da, er würde daſ⸗ ſelbe behaupten.“ „Sie müſſen ſich irren, Tante!“ ruft Friedrich aus;„und da Sie ſelbſt meiner Coufine Gerechtig⸗ keit wiederfahren laſſen ſollen, ſo eile ich, Julians Zimmer zu unterſuchen.“


