Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vas Koſtbarſte einer Jungfrau, anzutaften. ha! diejenigen ſollen mir wegen ihres Benehmens errö⸗ then!“ „Wirklich, Herr Hieronymus, Sie erlauben ſich dieſen Ton?“ ſchreit Madame St. Godibert;„nun denn, ſo wiederhole ich Ihnen, ich, daß Ihre Tochter Liebesintriguen hat... daß ein junger Mann⸗ welcher unaufhörlich vor unſerm Hauſe umherſchweifte, einen Brief einem alten Burſchen, welchen Herr St. Godi⸗ vert aus Gnade auf ſein Bureau nahm, an ſie ein⸗ händigte, und daß dieſer Vater Savenay gar ge⸗ fällig die Liebesbriefchen dem Jüngferchen herauftrug; auch hat man deßwegen den alten Commis fort⸗ gejagt.“

„Jortgejagt.. meinen wackern Vater Savenay!“ ſagt Herr Candrillon, auf die dicke Angelika zuge⸗ hend;„nicht doch, das iſt unmöglich, Madame, und wenn mein alter Freund die Liebe Ihrer Nichte in Schutz nahm, ſo hat er wahrſcheinlich nichts Böſes darin geſehen!“

„Gut geſprochen von Ihnen, mein Herr!“ ſagte Hieronymus, die Hand des Capitaliſten erfaſſend und ſie kräftig ſchüttelnd;„ich aber habe noch beſſer gethan: ich habe diejenigen, welche die Unſchuld meiner Tochter glänzend beweiſen können, mitge⸗ bracht.“

„Das iſt ſehr ergötzlich!“ murmelt Herr Brouillard⸗ die Hände reibend.

Im nämlichen Augenblicke eilt der Landwirth zur Thüre des Salons, indem er ein wenig barſch alle