Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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dieſe Herren hätten vielleicht nicht das Gleiche ge⸗

than.“

Der Schriftſteller antwortet Nichts; er ſcheint ſehr bemüht, ſich an der Stirne zu kratzen.

Der Banquier aber entgegnet außer ſich vor Zorn: „Mein Herr Bruder, ich habe gethan, was ich wollte; auch das Glück Ihrer Tochter wollte ich feſt gründen. Sie hatten den guten Gedanken, dieſelbe mir zu ſchicken; ſind Sie jedoch dumm genug⸗ die von mir eingeleitete Heirath nicht zu billigen, ſo ſteht es Ihnen frei, Mademoiſelle wieder mitzunehmen.“

„Nein, wahrlich,“ ſagte Hieronymus,„ich billige eine Verbindung nicht, welche meiner Tochter miß⸗ fällt.“

„Wohlan denn, ſo nehmen Sie uns dieſe Ueber⸗ laſt ab,“ ſchreit Angelika;„ohnehin iſt ihr Platz nicht hier. wir könnten ferner eine junge Perſon nicht mehr in unſerm Hauſe behalten, welche Liebesintriguen ſpielt.“

„Liebesintriguen!“ ruft Hieronymus, deſſen Augen drohend glühen, während Roſa⸗Maria zu ihm hin⸗ ſtürzt, als wollte ſie ihn bitten, ſie nicht für ſtrafbar zu halten.

Aber ihr Vater läßt ſie nicht zum Wort kommen; er küßt ſie von Neuem, indem er ſagt:„Stille, mein Kind! O, Du haſt nicht nöthig, Dich zu rechtferti⸗ gen: ich weiß⸗ daß Du Dir Richts vorzuwerfen haſt aber diejenigen, welche ſich erdreiſten, Dich an⸗ zuklagen... diejenigen, welche ſich nicht ſchämen⸗ vor allen dieſen Herren und Damen Deine Ehre,