Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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was Herrn Derneſiy betrifft, ſo brauche ich ſeine Be⸗ gleitung nicht.“

Auf dieſe Antwort erfolgt ein allgemeines Lächeln und Schütteln des Kopfes. Fränzchen und Friedrich wechſeln noch einen Blick. St. Godibert aber, der ſich in dieſem Augenblick ſehr wenig um die Ange⸗ legenheiten ſeines Bruders bekümmert, tritt mitten in den Salon und ſpricht:„Meine Damen und Her⸗ ren, ich habe die Ehre, Sie von der demnächſt er⸗ ſolgenden Heirath zwiſchen meiner Richte Roſa⸗Maria und Herrn Roquet in Kenntniß zu ſetzen und es iſt ihr Verlobungsmahl, das wir heute feiern wollen.“

Ein Murmeln der Ueberraſchung läuft durch die Geſellſchaft, aber während Herr Roquet grüßt und die Glückwünſche einiger Perſonen annimmt, iſt Roſa⸗ Maria, welche plötzlich äußerſt blaß geworden, im Begriff, in Ohnmacht zu fallen, als Fränzchen auf ſie zueeilt, ſie mit ihren Armen unterſtützt und aus⸗ ruft:„Aber dieſem armen Kinde iſt es unwohl... ſehen Sie doch, ſie verändert die Farbe; offenbar möchte ſie gerne reden und hat die Kraft nicht dazu.“

„Das hat Nichts zu bedeuten: es geſchieht vor Freude,“ ſagt Madame St. Godibert,„es iſt nicht gefährlich.“

„Nein, nein, meine Tante!“ entgegnet Friedrich⸗ ſeiner Baſe ein Riechfläſchchen vorhaltend,„nein, nicht vor Freude droht meine Baſe in Ohnmacht zu fallen: Kummer und Schmerz tödten ſie, denn dieſe angekündigte Verbindung würde ihr Unglück machen. Sie verabſcheut Herrn Roquet, ich weiß es, und nach