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wand in das Zimmer ihres Vetters Julian tragen; aber Mamſelle Fifine iſt ihr immer auf der Ferſe: jede Flucht aus dem Hauſe wäre ihr unmöglich.
Julian ſpeist nicht mehr bei ſeinen Eltern, ſeit⸗ dem er die Gegenwart ſeiner Baſe zu fürchten ſcheint.
Friedrich wird von dem Thürſteher ſeit jenem Abend, wo Herr Roquet ſeine Erklärung machte, unter irgend einem Vorwand abgewieſen und auch der Troſt des einzigen Verwandten, auf den ſie Ver⸗ trauen hat, iſt dem jungen Mädchen abgeſchnitten.
Eines Tages jedoch glaubt Roſa⸗Maria, als ſie zu ihrer Tante hinabkam, in dem Hauſe lebhafte Vorkehrungen zu bemerken, welche auf eine große Geſellſchaft ſchließen ließen. In der That ſagte ihre Tante bald und zwar in einem minder ſchnippiſchen Tone als gewöhnlich zu ihr:„Sie werden heute große Toilette machen, Mademoiſelle, Sie werden Ihre ſchönſten Kleider anlegen: wir haben viele Gäſte. es iſt ein feierlicher Tag.“
„Wollen Sie mir nicht erlauben, Madame, auf meinem Zimmer zu bleiben?“
„Nein, Mademviſelle, Sie müſſen hier ſein, es iſt unumgänglich nöthig, und ich hoffe, daß heute Ihr Betragen unſerer vielen Güte für Sie würdig ſein wird.“
Roſa⸗Maria möchte gerne wiſſen, zu welcher Feierlichkeit ihre Gegenwart unumgänglich nöthig ſei, aber ihre Tante iſt ſchon nicht mehr da; Mamſell Fifine zu befragen, widerſtrebt ihrem Selbſtgefühl. Sie entſchließt ſich zu gehorchen, geht traurig hinauf,
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