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bleau angegriffen und beraubt wurde, war Fräulein Roſa⸗Maria zufällig zugegen: ſie ging des Weges, gerieth in Furcht und verbarg ſich glücklich. Aber ſie hat meine beiden Räuber geſehen...“
„Sie hat ſie geſehen!“ ruft Derneſty, von einer innern Gewalt getrieben, aus.
Statt zu antworten, hält Vater Savenay inne; dieſe Stimme, die er gehört hat, ſcheint einen ſelt⸗ ſamen Eindruck auf ihn zu machen. Doch dieſe Sen⸗ ſation geht ſchnell vorüber und er fährt ſort:„Ja, ſie hat ſie geſehen, aber doch ſo gut als nicht geſehen: ihr Geſicht ſcheint ſchwarz angeſtrichen geweſen zu ſein und Stülpmützen verbargen ihre Augen. Uebri⸗ gens vertraute ſie mir, daß ſie die Beiden für keine gewöhnlichen Räuber halte, ſondern für verlarvte junge Herren: ſie waren ſehr elegant geſtiefelt und behandſchuht.“
„Wie ſchade, daß ſie ihr Geſicht nicht ſah,“ ruft St. Godibert,„ſie hätte vielleicht eines Tages Ihre Räuber wieder erkannt.“
Condrillon ſagt Nichts: er betrachtet den jungen Julian, deſſen Angeſichl ſchrecklich entſtellt iſt.
„Reden Sie nicht davon, meine Herren,“ fällt Vater Savenay ein;„Fräulein Roſa⸗Maria würde mich auszanken, wenn ſie erführe, daß ich dieſes Abenteuer erzählt habe.. doch da kommen Leute. guten Abend, Herr Candrillon; meine Herren, ich habe die Ehre, Sie zu grüßen; Fräulein Roſa⸗Maria ſpricht mit ihrer Tante, ich will ſie nicht ſtören.“
Paul de Kock. LXRIX. 3


