Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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ihr; endlich ſchickt man ſie in Julians Abweſenheit mit Fifine zur Unterſuchung und Zurechtlegung der Garderobe des jungen Mannes und Mamſell Fifine ſorgt dafür, Roſa⸗Maria Alles thun zu laſſen; aber ſie möchte raſend werden, daß dieſe ſich niemals be⸗ klagt, ſondern ohne Widerrede thut, was man ſie heißt.

Franz iſt wüthend über dieſe Mißbrauchung Roſa⸗ Maria's und macht ſich gar nichts daraus, oft zu ſagen:Nun, Gott ſei Dank! Ihre Nichte muß ſchön

herhalten: Sie machen eine Nätherin, eine Wäſche⸗

rin, einen Groom, eine Ausbürſterin... nur Geduld, Sie werden bald eine Stiefelwichſerin und eine Ge⸗ ſchirrſpühlerin aus ihr machen! Sie muß ſich hier ſehr glücklich fühlen.

Roſa⸗Maria's einziger Wunſch wäre, ein Mal wieder einen kleinen Spaziergang mit Vater Save⸗ nay zu machen; aber, mangle ihm nun die Zeit oder befürchte er, ſie zu ſtören, ſie hatte ihn ſeit meh⸗ reren Tagen nicht geſehen. Mehr als ein Mal hat ſie des Morgens die Thüre geöffnet und iſt bis zur

Treppe gegangen; ſie ftirbt vor Begierde, in das Bureau hinabzugehen und ihrem alten Freunde einen guten Dag zu wünſchen; aber kaum iſt ſie aus ihrem Zimmer herausgetreten, als Mamſell Fifine ihre Thüre gleichfalls aufmacht, als ob ſie ſie hüten wollte. Dann wagt Roſa⸗Maria nicht, hinabzuſteigen und geht traurig wieder in ihr Gemach zurück.

Endlich klopft es eines Morgeus in ſehr früher

Stunde an Roſa⸗Maria's Thüre; ſie hat die Stimme