Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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S2

Ich weiß nicht, was der Herr meint, antwortet das junge Mädchen erſtaunt.

Roquet, der ſich nahe bei Friedrich befindet, flü⸗ ſtert ihm in's Ohr:Es handelt ſich von meiner Hoſe, die ganz geſchlitzt war.. mein Hemd hing heraus!... Aber Ihr Bäschen hatte durchaus Nichts damit zu ſchaffen.

Friedrich lacht Roquet in's Geſicht, führt ſeine Baſe auf einen Stuhl, ſetzt ſich dann ſelbſt neben ſie und ſucht durch ein Geſpräch ihre Verlegenheit bei dieſem erſten Auftreten in der Mitte eines ſo zahl⸗ reichen Cirkels zu vermindern. Da ſie die vielen auf ſie gerichteten Blicke ſieht, ſagt die erröthende und verwirrte Roſa halblaut zu Friedrich:Nicht wahr, ich hatte Unrecht, hieher zu kommen, mein Vetter?

Wahrlich, nein! Sie haben im Gegentheil ſehr wohl daran gethan; überhaupt will ich Ihnen nur geſtehen, daß ich, aus Verzweiflung, Sie niemals im Hauſe zu treffen, die ganze Geſchichte eingefädelt habe.

Ach, Vetter, Madame St. Godibert macht mir zornglühende Augen.. ich werde ausgeſcholten wer⸗ den.

Aber ſie wird nicht länger im Stande ſein, Sie einzuſperren, denn jetzt, da man Sie geſehen hat, wird man voft nach Ihnen fragen... Sie ſind nicht dazu da, Ihr Leben einſam in einer Stube zu ver⸗ trauern; ja, wenn man auf ſolche Weiſe fortgefah⸗ ren hätte, ſo wäre ich zu Ihrem Vater gegangen und

hätte es ihm geſagt. Sicherlich macht man Sie hier