Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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Roſa⸗Marig? O welch' ſchöner Name! ruft Herr Roquet.

Sehen, ſehen! Wir verlangen die kleine Schön⸗ heit zu ſehen, erklärt Herr Candrillon;nicht wahr, meine Herren?

Ja, ja!

Wie liebenswürdig doch dieſe Herren ſind, ſagte Fränzchen lachend.Sie ſehen aus, als ob ſie uns Alle ihrer Blicke für unwürdig hielten. ein hüb⸗ ſches Geſicht ſcheint Etwas zu ſein, das ihnen noch nie unter die Augen gekommen.

Das können Sie nicht glauben, meine Damen, antwortet Friedrich,aber wenn man mitten in einem ſchönen Beete ſteht, iſt es dann verboten, eine Blume weiter darin haben zu wollen?

Alle Damen laſſen ſich durch dieſes Compliment gewinnen; nur die beiden Tanten behalten ihr kalt⸗ widerwärtiges Ausſehen. Um die Sache in's Reine zu bringen, geht Herr Candrillon auf Madame St. Godibert zu und ſagt ihr:Nun, Mütterchen, nicht wahr, Sie werden uns die kleine Jugend herunter⸗ rufen 2

Die dicke Angelika wäre lieber unter die Dach⸗ traufe gegangen, als ſich Mütterchen heißen zu laſ⸗ ſen, indeß nimmt ſie ſich zuſammen und antwortet: Es iſt unmöglich, Sie zu befriedigen, meine Herren, denn unſere Schutzbefohlene trägt noch ihre ländliche Kleidung und kann ſich damit nicht in meinem Salon zeigen; es würde zu ſehr gegen alle dieſe Damen abſtechen.