63 Brouillard verſichert, ſo wette ich zum Voraus, daß ſie derſelben nicht bedarf.“
„Das heißt,“ fällt Brouillard ein,„ich gerieth in ſtarre Bewunderung, als ich dieſen Sommer ſie zu ſehen das Vergnügen hatte.“
„Leufel!“ ſagt Herr Roquet, gleichfalls aufſtehend, „Sie verdoppeln unſern Wunſch, dieſe junge Perſon zu ſehen.“
Jetzt bemerkt tiemicittic⸗ welche das Wort noch nicht genommen hatte, mit ſchlecht verhehltem Aerger: „Dieſe Herren begreifen, ſcheint es, nicht, daß Herr Brouillard ſie zum Beſten hat, daß er Ihnen das Bild eines nicht exiſtirenden Originals vormalt!“
„Nicht exiſtirenden, Frau Baſe?“ antwortet Herr Brouillard.„Aber ich meine doch, Sie müſſen das Gegentheil wiſſen, Sie müſſen Ihre Nichte geſehen haben, denn Sie ſind die Tante dieſer reizenden Perſon.“
Clementine erblaßt, zuckt zuſammen, beißt ſich in die Lippen und antwortet mit verächtlicher Miene: „O, ihre Tante! welcher Spaß!... Mein Mann iſt ihr Oheim, aber ich bin ihr gar NRichts.“
„Verzeihen Sie, Cvuſine, man iſt immer die Tante von der Nichte ſeines Gemahls. Friedrich und Julian ſind demnach Ihre Neffen nicht?“
„O, das ſind junge Männer, mit ihnen hat es eine andere Bewandtniß.“
„Wenn Sie Roſa⸗Maria kennen würden,“ ſagte Friedrich,„ſo wären Sie ſicherlich die Erſte, ihr Ge⸗ rechtigkeit wiederfahren zu laſſen.“
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