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bemittelte Nichte in Ihr Haus aufgenommen haben, daß Sie und Ihre theure Gattin dieſes junge Mäd⸗ chen wie Ihr Kind behandeln. Uebrigens verdient die Kleine Ihre ganze Theilnahme: zum Erſten iſt ſie ſo hübſch! Ach, welches reizende Geſchöpf, dieſe junge Roſa⸗Maria! Selten ſieht man ſo viele Reize beiſammen.“
Die Männer gehen auf Herrn Brouillard mit antheilnehmender Miene zu; Herr Candrillon klopft Herrn St. Godibert auf den Bauch und ſagt mit ſeiner Stentorſtimme:„Ah, wir machen ſolche Streiche im Verborgenen? Brav! Ich liebe edelmüthige Her⸗ zen aber wo iſt denn dieſes kleine Meerwunder, von welchem Ihr Vetter redet? Ich hoffe, man wird ſie zu Geſicht bekommen.“
Herr St. Godibert ſtammelt ſinnloſe Worte. An⸗
gelika beeilt ſich zu ſagen:„Unſere junge Verwandte befindet ſich in den Gemächern, welche wir ihr oben eingeräumt haben; ſie kann ſich noch nicht in Geſell⸗
ſchaft vorſtellen. Sie begreifen doch, daß ein junges
Mädchen, welches auf dem Lande wohnte, allzu linkiſch, allzu verlegen in großer Geſellſchaft ſein müßte.“
„Ei, zum Henker, was thut das?“ entgegnet Herr Candrillonz„ich liebe die linkiſchen, die ſchüchternen Frauenzimmer ſehr; leider werden ſie von Tag zu Tag ſeltener. O, Sie müſſen uns die kleine Nichte ſehen laſſen.“
„Zudem werden wir Nachſicht mit ihr haben,“ ſagt Derneſty.„Aber wenn ſie ſo ſchön iſt, wie Herr


