Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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lard dieß Mal im Werktagskleide auf: er trägt einen naturfarbenen ziemlich verbrauchten Rock, eine alt⸗ modiſche Weſte und bräunliche Beinkleider ohne Stege.

Der Frau St. Godibert entfährt ein erſtickter Schrei, wie ſie ihren Vetter hereinkommen ſieht. Sie ſieht ihren Mann an, als wollte ſie ihn fragen: Haben Sie die Dummheit begangen, ihn einzu⸗ laden?

St. Godibert, der dieſe Pantomime vollkommen verſteht, antwortet halblaut:Nein, wahrhaftig, ich hatte ihn nicht eingeladen. Der Teufel muß ihm zugeraunt haben, daß wir heute Abend empfangen.

In ſolchem Aufzug ſich zeigen, das iſt gemein.

Herr Brouillard indeß, der Jedermann wohl zu finden wußte, weil Friedrich ihm das Röthige geſagt hatte, ſchreitet bis in die Mitte des Salons auf St. Godibert zu, indem er überlaut ausruft:Ei, guten Abend, Vetter. Ah, Sapperment, ich wußte nicht, daß Sie dieſen Abend Geſellſchaft haben, da⸗ rum kam ich ungenirt... warum erfuhr ich es denn nicht wie gewöhnlich? Frau Baſe, ich habe die Ehre, Ihnen guten Abend zu wünſchen. Sind Sie krank geweſen?

Nun, warum ſoll ich denn krank geweſen ſein, mein Herr? antwortet Angelika mit ſaurem Geſicht.

Weil Sie mir dieſen Abend ſchlecht auszuſehen ſcheinen; übrigens wäre das kein Grund: man hat ſeine ſchönen und ſeine häßlichen Tage; man kann gelb ausſehen und doch ſehr geſund ſein. Madame St. Godjbert verfällt beinahe in einen