Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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nung, weil er jeden Tag ſieht, wie ſorgfältig man die Baſe hinter Schloß und Riegel thut; indeß hofft er, man werde Roſa⸗Maria in ihrem gewöhnlichen Arbeitsſtübchen laſſen und da werde er ſich, während ſeine Eltern für Anderes zu ſorgen hätten, einen Augenblick bei ſeinem Bäschen einſchleichen können.

Herr Derneſty, der wie gewöhnlich zu den Ein⸗ geladenen gehört und ſeit der letzten Abendgeſellſchaft nicht mehr bei dem Banquier erſchienen iſt, hat ſich gleichfalls entſchloſſen, hinzugehen; das Verlangen, dieſes von Friedrich ſo vielgeprieſene junge Mädchen zu ſehen, trug bedeutend zu ſeinem Entſchluſſe bei.

Was den Oheim Mondigo betrifft, der ſeine Nichte ſeit dem Tage, wo ſie in ſeines Bruders Haus ge⸗ bracht worden war, nicht mehr geſehen hat, ſo kennt er dieſen zu gut, als daß er nicht wüßte, Roſa⸗ Maria werde in der Abendgeſellſchaft nicht ſeinz dieß verſichert er auch zuverſichtlich ſeiner Frau, welche zu ihm ſagte:Wenn ich mich auf den Anblick Ihrer Nichte im Hauſe Ihres Bruders gefaßt machen müßte, ſo erkläre ich, mein Herr, daß ich nicht hinginge. Denn in meinem Alter will ich mich nicht ausſetzen, von einem großen ſiebenzehnjährigen Mädchen Tante geheißen zu werden; das wäre ſcheußlich.

Während des ganzen der Reunivn vorangehe⸗ den Tages hat Roſa⸗Maria der Mamſell Fifine zu den Vorbereitungen geholfen. Die Kammer⸗ jungfer wiederholt unapfhörlich mit ſpöttiſcher Miene: Ah, das wird einen ſchönen Abend hier geben: wie viel elegante Welt, wie viel geſchmückte Frauen wer⸗

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