Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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54 denken? ſchrie die dicke Angelika achſelzuckend;da müßte Julian ſehr zur Canaille gehören!. Und die⸗ ſer Friedrich, der unaufhörlich von ſeiner Couſine ſchwatzt, der alle Augenblicke hieherkommt, in der Hoffnung, ſie zu ſehen! Hui und pfui! die jungen Burſchen ſind in der That närriſch.

Man könnte die Sache ſchnell in's Reine bringen, liebe Frau: man brauchte nur die Kleine heimzu⸗ ſchicken.

Allerdings; aber die Roſa⸗Maria iſt mir ſehr nützlich; ſie arbeitet wie ein Engel: ſie richtet meine Schnürleibchen zu, daß ich eine Weſpentaille habe. Warum ſie entlaſſen? Genug, daß wir über ſie wachen.

Schon recht, liebe Frau; aber ſeit ſie hier iſt, haben wir keine große Geſellſchaft gegeben und ich will mich durch ihre Anweſenheit an einem nobeln Auftreten nicht hindern laſſen.

Deßhalb brauchen wir uns keinen Zwang anzu⸗ thun, mein Herr; laden Sie immer Ihre Leute ein: ſelbigen ganzen Abend bringt Roſa⸗Maria dann auf ihrem Zimmer zu.

Einige Tage nach dieſem Zwiegeſpräch iſt große Abendgeſellſchaft bei Herrn St. Godibert, der noch mehr Gäſte eingeladen hatte, weil eine ſolche Ein⸗ ladung lange verſchoben geblieben war.

Friedrich hatte mit Entzücken von der Sache ge⸗ hört, weil er endlich ſeine Couſine bei dieſer Gele⸗ genheit wiederzuſehen hoffte.

Julian ſchmeichelt ſich nicht viel mit dieſer Hoff⸗