Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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gung nach Paris reiſen, als ihm endlich ein Brief zuging. Es war derjenige, welchen Roſa⸗Maria unter dem Diktat ihres Oheims St. Godibert ge⸗ ſchrieben hatte. Hieronymus hatte den Styl dieſes Briefes ſehr ſeltſam gefunden. Ihm war es unbegreiflich geweſen, wie ſeine Brüder Niclas und Euſtach ſich hatten in St. Godibert und Mondigo umgeſtalten können. Aber ſeine Tochter ſagte ja auch, daß ſie von ihrem Oheim

auf's Beſte aufgenommen worden ſei und für ihn

war das die Hauptſache. Fortan unbeſorgt um Roſa⸗ Maria's Loos hatte er den guten Rath, ſich mit kei⸗ nem Beſuche bei ſeiner Tochter zu bemühen, auf freundſchaftliche Weiſe ausgelegt und gedacht:Es wird ſelber kommen, das theure Kind; es wird meiner Roſa Freude machen, wieder auf dem Felde umherzuſchweifen, ihre Blumen, ihren Garten wieder⸗ zuſehen. Uebrigens befindet ſie ſich ja auf's Beſte bei ihrem Oheim, der ſie gut aufgenommen hat. Man liebt ſie ſchon, darauf wette ich. Ich brauche alſo künftig keine Sorge zu haben. Natürlich war Hieronymus' Plan, nach Paris zu reiſen, gleich nach Empfang dieſes Briefes von ihm aufgegeben worden. Während dieß im Dorfe vorging, verurſachte Roſa⸗Maria's Anweſenheit im Hauſe des Herrn St. Godibert eine halbe Revolution. Erſtens ſpeiste der Sohn des Hauſes nicht mehr auswärts, um jedes Mal in Geſellſchaft ſeiner Baſe zu ſpeiſen; Abends wäre er auch noch gerne zu ihrer Unterhal⸗