Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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guten Schluck konnte er nicht widerſtehen. Auf den erſten Stiefel folgte der zweite und dann noch andere. Dieſen Herren war beinahe ein Imi durch die Gur⸗ gel gerollt; dann hatte man den Beſeninſpector ge⸗ holt, weil er ſeit dem lieben Morgen Nichts in⸗ ſpicirte.

Im Augenblick, wo er an ſein Geſchäft ging, hatte Glureau den Brief aus der Taſche gezogen und gerufen:Ei, ſo ſoll doch das Donnerwetter!.. da habe ich vergeſſen, das Ding da in eine Brieflade zu werfen.

Geh' an Dein Geſchäft und gebe es mir, hatte Feroce geſagt;ich kann es eben ſo gut in die Poſt hineinſchmeißen als Du.

Der Mann mit dem gerunzelten Hute hatte ſei⸗ nem jungen Freunde den Brief übergeben. Dieſer war in das Wirthshaus zurückgegangen und hatte ſich vollends toll und voll geſoffen. Als er in dieſem Zuſtand ſeine Pfeife anzünden wollte, war ihm dann dieſer Brief, von dem er Nichts mehr wußte, als Fidibus in die Hände gekommen.

Darum hatte Hieronymus Nichts von ſeiner Toch⸗ ter erfahren. Allgemeine Regel: Wenn du einen Brief von Wichtigkeit haſt, ſo gebe dir die Mühe und trage ihn ſelbſt zur Poſt; denn wenn Andere eine Nachläßigkeit oder Vergeßlichkeit in dieſer Be⸗ ziehung an dir begangen haben, ſo geſtehen ſie es nicht ein. k

Hieronymus' Beſorgniß war auf den höchſten Grad geſtiegen; er wollte bereits ſelbſt auf Erkundi⸗