Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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dem Felde heimkehrte und an ſeinem Herde aus⸗ ruhte, unterhielt er ſich von ſeiner Tochter mit Ma⸗ non, er ſprach ohne Unterlaß von ihr und in ſeinem Herzen dachte er: ſie muß auch dort geliebt werden, hier liebte ſie ja Jedermann.

Und Manon redete wie ihr Herr und ſtimmte Allem bei, was ihn tröſten konnte.

Eines Tages jedoch war Hieronymus, da er vom Felde heimkehrte, ganz überraſcht, von ſeiner Magd zu erfahren, daß ein ſchöner, junger, vornehm⸗ſtäd⸗ tiſch gekleideter Mann gekommen ſei, nach ſeiner Tochter zu fragen und bei der Nachricht von ihrer Abreiſe nach Paris ſich ſehr erſtaunt, ſehr traurig geberdet und ſofort ſich wieder entfernt habe, ohne Weiteres zu ſagen und ſogar ohne mit dem Vater des Mädchens, das er zu kennen ſchien, ſprechen zu wollen. n

Der gute Dorfbewohner hatte eine Menge Ver⸗ muthungen über dieſen Beſuch angeſtellt und war am Ende dabei ſtehen geblieben, daß dieſer junge Mann ſeine Tochter zu Fontainebleau im Hauſe der Damen, wo ſie zuweilen arbeitete, geſehen haben konnte; daß er vielleicht im Auftrag derſelben gekommen ſei, um nach ihr zu fragen und den Zweck ſeines Be⸗ ſuches für erreicht gehalten habe, als er ihre Abreiſe nach Paris erfuhr. Damit ſchlug ſich Hieronymus dieſen Beſuch aus dem Sinne; er hegte zu viel Ver⸗ trauen zu ſeiner Tochter, um etwas Strafbares in der Bekanntſchaft derſelben mit dem Fremden zu argwohnen.