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junge Mädchen geht ſchnell in ihr Zimmer hinauf und der Greis in das Bureau hinein.
Drittes Kapitel. Ein Veilchenin einem Parterre.
Kehren wir in das Dorf Avon zurück und erfah⸗ ren wir, warum Hieronymus, der gute Landwirth, welcher ſeine Tochter ſo ſehr liebt, dieſer keine Nach⸗ richt von ſich gegeben hat, da ſie ihm doch bei ihrer Wiedergeneſung geſchrieben hatte. Einen zärtlichen Vater darf man nicht wegen Gleichgültigkeit bearg⸗ wohnen, daher müſſen wir den Grund ſeines Be⸗ tragens aufſuchen.
Roſa⸗Maria's Abreiſe hatte Hieronymus ſchmerz⸗ lich bewegt; ein großer Aufwand von Muth war bei ihm nöthig geweſen, um ſich von ſeinem Kinde zu trennen, und wenn er in ihrer Gegenwart nicht ge⸗ weint hatte, ſo geſchah es nur, weil ſeine Tochter beim Anblick ſeiner Thränen nicht eingewilligt hätte, ihn zu verlaſſen. Weil er jedoch das Glück ſeiner Roſa durch ihren Aufenthalt in der Nähe ihrer Oheime feſtzuſtellen hoffte, ſo yatte er die Größe ſeines Schmerzes vor ihr verborgen.
Traurig ſchlichen die erſten Tage in dem kleinen Hauſe des Landmannes nach der Abreiſe des jungen Mädchens hin; doch unverdroſſene Arbeit gewährt Zerſtreuung von jedem Kummer. Hieronymus han⸗ delte nach dieſem Grundſatze; hernach, wenn er von


