Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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gegenſeitige Vertraulichkeit, das Geſtändniß ſeiner Liebe und ſein Verſprechen, ſie daheim zu beſuchen.

Der Greis hat Roſa zugehört, ohne ſie zu unter⸗ brechen; dann betrachtet er ſie genau und liest in ihren ſchönen Augen, daß ſie ihm Nichts verborgen hat, daß dieſe Liebe edel und rein iſt. Er antwortet ihr lächelnd:Nu, nu, mein Kind, das Uebel iſt nicht ſo arg; freilich hätten Sie das Alles Ihrem Vater erzählen ſollen, aber wahrſcheinlich haben Sie damit auf die Rückkehr des jungen Mannes ge⸗ wartet?

Ja, lieber Freund; er iſt aber nicht zurück⸗ gekehrt.

Da ſehen Sie, daß man den Worten junger Männer nicht ſo leicht glauben darf; vielleicht hat er Sie vergeſſen.

Aber ich, lieber Freund, ich habe ihn nicht ver⸗ geſſen, denn ſeitdem habe ich immer an ihn gedacht.

Daraus ſolgt noch nicht, daß auch er es thue: des Mannes Herz iſt nicht ganz ſo wie dab des Weibes, obwohl ſie einander in manchen Stücken gleichen.

Aber, lieber Freund, Herr Leopold iſt vielleicht ſeit meiner Anweſenheit in Paris in Avon geweſen.

Das wäre möglich.

Warum hat er mir aber denn, wie er mir ſo eben jetzt begegnete, keinen Gruß gegeben? warum dieſer gleichgültige Blick? Was ſage ich? Mehr noch: beinahe Verachtung lag in ſeinen Augen. Verdiene ich das? ich, die ſich bei ſeinem Wiederſehen ſo glück⸗