Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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der Liebe vorkommt. Roſa⸗Maria, die das Betragen Leopolds nicht enträthſeln kann, ſtämmelt mit zittern⸗ der Stimme:„Wie, er iſt es und er redet mich nicht an? Gewiß hat er mich gut gekannt. o ja, er ſah mich ſtark an und plötzlich iſt dieſer Blick kalt, feind⸗ ſelig geworden. Mein Gott, was ſoll das bedeuten? Was habe ich denn gethan, um ihn gegen mich auf⸗

zubringen?“.

„Was haben Sie, mein Kind? Sie kennen dieſen jungen Mann, der eben an uns vorüberging?“

„Ach ja, lieber Freund.“

„Iſt es auch einer Ihrer Vettern 2“

„Nein, lieber Freund; doch einerlei. Es war mir ſo lieb, ihn wiederzuſehen, und er hat ein feindſeliges Betragen gegen mich angenommen.“

„Sie hatten mir niemals von dieſem jungen Manne geſagt, meine Tochter; in Paris konnten Sie ihn nicht kennen lernen.“

„Nein, lieber Freund, es iſt nämlich... v, warten Sie, ich konnte Ihnen das noch nicht erzählen, aber heute ſollen Sie Alles erfahren, wie ich es auch hätte meinem Vater ſagen ſollen; denn ich ſehe wohl, man ſollte kein Geheimniß vor ſeinem Vater haben.“

„In der That, mein Kind, wäre das beſſer, aber Jedes hat ſeine Schwachheit, und da die Väter auch

einmal jung geweſen ſind, ſo dürfen ſie nicht gar zu

ſtrenge ſein. Reden Sie, mein Kind.“

Roſa⸗Maria erzählt ihrem alten Freund, wie ſie den jungen Maler kennen gelernt: die Begegnung im Wald von Fontainebleau, die Porträtirung, ihre

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