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dert ſie dennoch zur Geduld auf, überzeugt, daß Oheim und Tante ſie am Ende mit mehr Freund⸗ ſchaft behandeln werden.
Bei dem Vergnügen, das ihnen der Morgen⸗ ſpaziergang gewährt, finden der Greis und das junge Mädchen, daß die Zeit allzuſchnell herumgeht. Es ſchlägt acht Uhr und ſie ſind am Eingang der ely⸗ ſäiſchen Felder.
„Wir müſſen heimkehren,“ ſagt Roſa⸗Maria aus Furcht, ſich zu verſpäten.
„Sie haben Recht,“ antwortet Savenay,„denn wir können ja, hoffe ich, noch oft dieſe kleinen Spa⸗ ziergänge machen, die uns wohl thun werden.“
Beide kehren um. In dieſem Augenblick kommt ihnen ein junger Mann entgegnen. Er nähert ſich und Roſa⸗Maria, welche aufgeſchaut hat, fühlte ihr Herz bei ſeinem Anblick mächtig ſchlagen. Bald ſteht dieſer Mann vor ihnen: er heftet ſeine Blicke auf das junge Mädchen, ſieht blaß und verwirrt aus, aber plötzlich, als hätte ihn eine augenblickliche Schwäche gereut, eilt er weg, auf Roſa⸗Marig einen kalten und beinahe verächtlichen Blick werfend.
„Mein Gott, mein Gott! er iſt es... es iſt Herr Leopold!“ ruft das junge Mädchen aus. Dann ſchaut ſie zurück, in der Hoffnung, daß der Vorüber⸗ gehende ſich noch nicht entfernt habe, aber Leopold, denn er iſt es allerdings, hat ſeine Schritte verdop⸗
pelt und iſt ſchon weit von derjenigen, welche durch
ſein Wiederſehen ſo ſehr erfreut wurde. Doch bald verwandelt ſich dieſe Freude in Schmerz, was oft bei
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