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„Wir begehen ja kein Unrecht, mein Kind; ich nehme Alles auf mich. Ich betrachte mich als Ihren Vater und will hauptſächlich nicht, daß Sie wieder krank werden.“
Roſa⸗Maria hat eingewilligt, denn im Grunde wünſchte ſie es recht von Herzen; ſie verſpricht, am nächſten Tage Schlag ſieben Uhr zum Ausgang ge⸗ rüſtet zu ſein und der Vater Savenay geht ganz ver⸗ gnügt weg, ja erlaubt ſich ſogar auf der Treppe, trotz dem ſtrengen Verbot, zwiſchen den Zähnen zu ſummen:
„Sterblicher, den ſchönen Tagen Füge frohe Tage bei!“
Am andern Morgen iſt der Greis ſo pünktlich wie ein junger Liebhaber. Um fieben Uhr klopft er ſachte an Roſa⸗Maria's Thüre: dieſe kommt mit einem Häubchen auf dem Kopf, das ſie noch hübſcher machen würde, wenn es möglich wäre. Beide gehen vorſich⸗ tig und geräuſchlos die Stiege hinab. Bald haben ſie das Haus hinter ſich, jetzt athmet das junge Mäd⸗ chen freier aufz ſie hängt ſich an den Arm ihres Führers und Beide begeben ſich nach den Boulevards. Das Wetter iſt kalt, aber ſchön. Sie fühlen ſich glücklich, beiſammen zu ſein, die beiden verwandten Seelen, und ihre Gefühle einander eröffnen zu kön⸗ nen ohne die ſtörende Gegenwart Dritter Roſa⸗ Maria verbirgt dem guten Savenay nicht, daß ſie einen Plan entworfen habe, um zu ihrem Vater zu⸗ rückzukehren und nicht wieder nach Paris zu kommen. Der Greis, obwohl ihr Mißvergnügen billigend, ſor⸗


