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„Wie,“ ruft Vater Savenay aus,„und keine Zerſtreuung, kein Vergnügen! Kann man in Ihrem Alter ſo exiſtiren? Niemals ausgehen iſt der Geſund⸗ heit ſchädlich. Eine Blume ohne friſche Luft welkt und verliert ſchnell ihren Reiz. Ein junges Mädchen iſt auch eine Blume und ich ſehe auf Ihrem Antlitz wohl, daß Sie, an das freie Landleben gewöhnt, durch einen fortwährenden Zimmeraufenthalt ſehr lei⸗ den. Sie müſſen ausgehen, mein Kind, und da Ihre Verwandten ſich mit Ihnen nicht zeigen wollen, was denſelben, unter uns geſagt, nicht zur Ehre gereicht, ſo müſſen Sie allein ausgehen: zum Beiſpiel Mor⸗ gens, in der Frühe; wer hindert Sie da, wo dieſel⸗ ben noch ſchlafen, an einem kleinen Spaziergang auf den Boulevards?“
„O, mein Freund, allein auszugehen hätte ich nie gewagt; ich kenne Paris nicht, ich könnte mich wieder verirren.“
„Nun ja, allein, mag es allerdings nicht paſſen, mit mir, da kann es nichts ſchaden. Alſo von morgen an hole ich Sie ab. Um welche Stunde gehen Sie gewöhnlich hinab?“
„Vor halb zehn Uhr werde ich nie gerufen.“
„Alſo denn: um ſieben Uhr werde ich an Ihre Thüre klopfen und wir gehen ſpazieren. Wenn ich nur um halb neun Uhr auf dem Bureau bin, ſo geht das ſchon; die Andern kommen immer ſpäter. Morgen früh denn, das iſt ausgemacht.“
„Wie, mein Beſchützer, Sie wollten?... Aber wenn man es erfährt, wenn man mich ſchilt?“


