Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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Thüre ſtelle, und ſie glaubt, die Milcherin ſtelle ihn hin; ſie würde ſonſt nicht erlauben, daß ich mir die Mühe nähme. Aber wenn ich ihr ihren Rahm nicht brächte, ſo kenne ich Mamſelle Fifine, die Kammer⸗ jungfer, ſchon: ſie tränke ihr die Hälfte des Napfes aus.“

„Sie lieben Roſa⸗Maria? Das iſt recht, mein Freund, Sie ſind ein guter Junge.“

„Ja doch, ich bin ein ſehr guter Junge. Hören Sie, alter Mann, Sie müſſen mir nicht böſe ſein, daß ich Sie neulich Abends ein Mal vor die Thüre werfen wollte: der Herr hatte es befohlen.“

„O, ich bin Ihnen keineswegs böſe, mein Junge, aber wenn Sie mich zwei freundſchaftliche Worte mit meiner jungen Freundin reden laſſen könnten, ſo würden Sie mir viel Vergnügen machen, denn ich weiß gewiß, daß es auch ihr lieb wäre, mich zu ſehen.“

„Das iſt ſehr leicht: ſteigen Sie dieſe drei kleinen Treppen hinauf, ganz hinauf.. oder kurz und gut, kommen Sie mit mir, ich will Ihnen die Zimmer⸗ thüre zeigen.“

„Glauben Sie wirklich, daß ich darf? Wird man Sie nicht auszanken, wenn man erfährt, daß...

„Warum denn? das wäre eine Dummheit. Mei⸗ nen Sie denn, man könnte Sie für einen Liebhaber halten?“

Lächelnd antwortete der Greis:„O nein, nein; in dieſer Beziehung werde ich ihr keinen böſen Leu⸗ mund machen.“

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