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gens, wie er gewohnter Weiſe zuerſt auf dem Bureau eintraf(denn die am ſchlechteſten bezahlten Commis ſind immer die pünktlichſten), dem Franz an der Stiege begegnete, welcher einen kleinen Milchtopf in der Hand hatte.
Der Bediente lächelt dem Greiſen zu und zeigt ihm den Milchtopf, indem er ſagt:„Es iſt für das hübſche kleine Fräulein, welches Sie eines Tages mitbrachten: die Nichte der Leute hierz ſie wollen ſie nämlich nicht ihre Nichte heißen, aber ich weiß wohl, daß es ihre Nichte iſt ach Gott, welch' nette Per⸗ ſon, wie liebenswürdig, wie freundlich ſie ausſieht!“
„Sie kennen Roſa⸗Maria?“ antwortete Vater Savenah,„ah, deſto beſſer. Reden Sie mir von dieſem lieben Kinde, ich bin glücklich, Etwas von ihr zu erfahren; denn ſeit ſie bei ihrem Oheim iſt, habe ich ſie nicht ein einziges Mal bemerkt.“
„Zum Henker! ich glaube es wohl: das arme junge Mädchen ſitzt den ganzen Tag ſchweigend in einem Nebencabinet, wo man ſie ununterbrochen zur Arbeit anſpannt. Nach dem Eſſen arbeitet ſie wieder, bis ſie zu Bette geht; ſehen Sie, guter alter Herr, mir kommt es vor, ſie habe ſo viel Spaß als ein Vogel, den man rupft.“
„Wie, Sie denken?.. Ha, das wäre ſehr übel,
wenn man ſie nicht gut behandelte; ſie iſt ſo ſanft,
ſo intereſſant.“ „Ich meinerſeits thue, was ich kann, um ihr kleine
Gefälligkeiten zu erweiſen; zum Beiſpiel: ich bringe
ihr dieſen kleinen Rahmnapf hinauf, den ich vor ihre


