Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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Wie Du willſt; aber da Du zu Herrn Leopold gehſt, welcher Roſa⸗Maria ſo ſchön gegen Richard vertheidigt hat, ſo thue mir den Gefallen, dem jun⸗ gen Mann zu ſagen, daß er mit ihrer Vertheidigung Recht hatte, daß Richard ein Schuft iſt und daß das Driginal zu ſeinem Bild fortwährend ſeine Hochach⸗ tung verdient. Sage ihm Alles das!

Recht, recht, ich werde.

Aber verſäume es nicht; denn die ſchändlichen Aeußerungen Richards dürfen meiner Couſine nicht weiter ſchaden.

Sei ruhig, ich werde Deinen Auftrag ausrich⸗ ten.

Alſo auf Wiederſehen, und ſiehſt Du ein Mal Roſa⸗Maria, ſo magſt Du ſelber urtheilen, ob ſie verdient, daß man Intereſſe an ihr nimmt.

Damit trennten ſich die jungen Männer. Statt ſeiner Behauptung gemäß ſich zu Leopold zu begeben, geht Derneſty in einer einſamen Allee der elyſäiſchen Felder ſpazieren und ſcheint ernſten Betrachtungen nachzuhängen. Was Friedrich betrifft, ſo bedenkt er nach einigen hundert Schritten, daß es vielleicht ein Fehler wäre, Roſa⸗Maria ſchon am gleichen Tage wieder zu beſuchen, und daß ihr eine ſo große Auf⸗ merkſamkeit von ſeiner Seite bei Oheim und Tante ſchaden könnte; er entſchließt ſich daher, zu ihren Gunſten vernünftig zu ſein und ſeinen Beſuch auf den nächſten Tag zu verſchieben.

Aber am folgenden Mittag ermangelt Friedrich nicht, in Herrn St. Godiberts Wohnung zu gehen.