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fordert, daß ich ſie räche. Wenn Sie nicht eben ſo muthlos als lügenhaft ſind, ſo ſchreiben Sie mir, wo ich Sie treffen ſoll; ich werde einen Sekundan⸗ ten mitbringen. Wenn Sie mir keine Genugthuung geben, ſo erkläre ich zum Voraus, daß ich, ſo oft ich Ihnen begegne, Ihren Hut zu Boden ſchlagen werde.“
Friedrich unterzeichnet dieſen Brief, gibt ihn nebſt fünf Franken dem Portier und bindet ihm ſehr auf's Herz, daß er denſelben Richard doch ja einhändige, ſobald er ihm wieder begegne.
Nach Beendigung dieſes Geſchäfts ging Roſa⸗ Maria's Vetter ganz ſachte nach Haus, indem er von ſeiner hübſchen Baſe träumte, über deren einfacher und naiver Grazie er bereits die ſchnippiſche Kokette Marmodin vergaß, als er ſich auf dem Boulevard leicht auf die Schulter klopfen fühlte. Er dreht ſi ſich um und bemerkt Derneſty.
„An was Teufel denkſt Du, Friedrich? Du läufſt, ohne vor Dich zu ſehen; wäreſt Du Dichter wie Dein Oheim Mondigo, ſo glaubte ich Dich im Zuge zur Planung eines ſehr düſtern Drama's.“
„Nein, ich mache keine Stücke,“ entgegnet Fried⸗ rich lächelnd,„ich bin nicht in den leeren Raum ge⸗ ſchleudert; ich denke an das Reelle, Poſitive. Du erinnerſt Dich an jene hübſche Perſon, deren Por⸗ trät im Zimmer des Malers, zu dem Du uns ge⸗ führt haſt, hinter einem Vorhang verborgen wa
Ja, nun weiter?“ „Ich habe ſie wiedergefunden.“
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