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Zweites Kapitel.
Spaziergang.— Vegegnung.— Herzenserguſ.
Friedrichs erſte Sorge, als er aus dem Hauſe ſeines Oheims St. Godibert ging, war, Richard in ſeiner Wohnung aufzuſuchen. Er hat Eile, dieſen Herrnwegen ſeiner Verläumdungen zuzüchtigen; er will ihn zwingen, ſie zurückzunehmen und einzugeſtehen, daß er ſeine Baſe grundlos beſchimpft hat, aber er ver⸗ ſpricht ſich dabei, trotz Widerruf demſelben ein An⸗ denken zu geben, das ihm für alle Zeiten die Luſt benehmen ſolle, ſich für einen Verführer auszugeben.
Der große junge Mann iſt lebhaft in das Haus getreten; er will die Stiege hinaufrennen, als ihm der Thürſteher nachläuft und zuruft:„Eilen Sie doch nicht ſo ſehr, mein Herr! Sie würden nur vier Stock⸗ werke umſonſt hinaufſteigen.“
„Wie, iſt er ausgegangen?“
„Wollen Sie nicht zu Herrn Richard?“
„Gewiß! iſt er nicht oben?“
„Er iſt nicht nur nicht oben, ſondern er wird
iſt.“
„Ausgezogen! Und ſeit wann denn?“
„Seit dieſem Morgen. meiner Treu', noch nicht gar lange. Erftlich hat Richard heute mit Ta⸗ gesanbruch das Bett verlaſſen; dann iſt er über eine Stunde fortgeweſen; endlich kam er mit einem
gar nicht mehr zurückkehren, weil er ausgezogen
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