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und tugendhaft; Richard jein Verläumder, den ich züchtigen werde; einſtweilen empfehle ich Dir dieſes reizende Kind, das ich ſelbſt Deinen Eltern zuge⸗ führt habe.“
Julian ſieht ganz niedergeſchlagen aus; beim An⸗ blick Roſa's jedoch färben ſich ſeine Wangen mit ei⸗ ner lebhaften Röthe und er kann ihres Anblicks nicht ſatt werden. Er macht ihr eine tiefe Verbeugung und das junge Mädchen ſteht auf, ſie ihm zurückzu⸗ geben.„Larivari! wozu die Ceremonien?“ ſagte St. Godibert mit ſchlechter Launez„ſetze Dich, Ju⸗ lian. Du biſt alſo nicht mehr krank?“
„Es geht beſſer, mein Vater. Dieſes Fräulein alſo iſt.. iſt.„
„J, ja: dieſe Kleine iſt eine Verwandte von Dir. He, Franz, was machſt Du denn? Du wechſelſt den Teller von Mademviſelle vor dem Biſt Du toll, Franz?“
„Nein, Herr, aber ich glaubte, Sie hätten auf dem ihrigen noch ein Bein abzunagen.“
„Ein Bein abzunagen!1... Iſt es möglich, ſich auf ſolche Weiſe auszudrücken, wenn man mit ſeinem Gebieter redet?“
Man mag Franz ausſchimpfen wie man will: er iſt doch ſehr lebhaft in Roſa's Bedienung und ſehr langſam für die Anderen. Der Sohn des Hauſes benimmt ſich ſeinerſeits äußerſt artig gegen ſeine hübſche Baſe und ſcheint dieſe durch ſeine Aufmerk⸗ ſamkeiten für das barſche Betragen entſchädigen zu wollen, welches ſeine Eltern gegen ſie erkünſteln,


