Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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Sein Sie unbeſorgt: die Kleine ſteht ganz zu Ihrem Befehl; ſie muß entzückt ſein, ſich nützlich ma⸗ chen zu können.

Ganz gewiß, mein derr..

Ich will jetzt dieſen Brief abſchicken. Kleine, da wir heute keinen Fremden bei Tiſche haben, ſo haben Sie die Ehre, mit uns zu ſpeiſen.

Bis zur Stunde des Mittageſſens verläßt das Mädchen ihren Stuhl nicht und arbeitet unaufhörlich. Von Zeit zu Zeit kommt Madame St. Godibert und betrachtet die Arbeit ihrer Nichte; dann kehrt ſie in ihr Zimmer zurück, um ein Kleid zu probiren, oder in ihr Boudoir, um ſich Schminke aufzulegen: mit derlei Beſchäftigungen bringt die ſtolze Angelika ge⸗ wöhnlich ihre Tage hin.

Mamſell Fifine geht mehrmals bei ihrer Gebie⸗ terin aus und ein; ſie findet Vorwände, um auch dann zu kommen, wenn man ihr nicht läutet. Sie wirft neugierige Blicke in das Cabinet, wo Roſa⸗ Maria arbeitet, dann ſagt ſie ſpöttiſch zu ihrer Ge⸗ bieterin:Es muß etwas Drolliges ſein um die Ar⸗ beit, welche ein Landmädchen macht.

Aber Madame St. Godibert antwortet:Vor⸗ trefflich gemacht.. mit Perlſtichen. ich muß ihr das bezeugen da biſt ſchön ausgeſtochen, Fi⸗ fine.

Fifine geht, ſich vor Zrn die Lippen beißend und vegegnet im Vorzimmer dem Franz, welcher fragt: Wo hat man denn das ſo hübſche Mädchen eingethan? Schließt man ſie denn in einen Wandſchrapk?