Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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Nun ja, Mamſelle.

Warum ſind Sie denn nicht gleich zu Ihrem Onkel, dem Herrn St. Godibert, gekommen?

Roſa⸗Maria zögert, erröthet und antwortet end⸗ lich:Mein Oheim weiß wohl warum, Mamſelle.

Die Kammerjungfer, gereizt darüber, daß ſie nur dieſe ausweichende Antwort erhielt, treibt Franz vor ſich her, indem ſie ausruft:Geſchwind, auf und da⸗ von! man kann unſerer unten bedürfen.

Franz verneigt ſich artig vor dem jungen Mäd⸗ chen, zu dem er ſagt:Es wäre netter hier, wenn der Boden gewichst würde; Sie dürfen nur wün⸗ ſchen, Mamſelle, ſo komme ich und thue es. 2.

Sie ſind ſehr gut, Herr Franz, aber es hat keine Noth. es iſt ganz gut ſo.

Je nun, wenn Sie einmal anderer Meinung werden, ſo bin ich ja immer da.. gegenüber, die Thüre rechts; Sie brauchen nur zu klopfen oder Franz! zu rufen und ich komme auf der Stelle.

Mamſelle Fifine ſtößt Franz abermals auf den Gang hinaus und ſchlägt Roſa⸗Maria's Thüre heftig zu, indem ſie murmelt:Ich ſoll Dich nur einmal das Zimmer dieſes Zieräffchens wichſen ſehen, dann haſt Du's mit mir zu thun und ich gebe Dir dann nicht mehr jeden nach dem Eſſen eine beliebige Anzahl klei Sörgläschen.

Waru ſol ich denn dieſem jungen Mädchen nichtantwortet Franz, der ein feines Ge⸗ hör hatte,wenn es doch Nichte unſerer Herr⸗ ſchaft iſt?

Paul de Kod. nxxvm. 2

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