Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Wenn ich Ihnen die Aufnahme in meinem Hauſe bewillige, ſo geſchieht es unter der Bedingung, daß Sie mich niemals anders nennen werden und be⸗ ſonders, daß Sie Niemand ſagen, ich hätte, da ich noch klein war, einen andern Namen getragen.

Nein, mein Herr.

Gut ſo:mein Herr iſt auch paſſender als mein Oheim!. es iſt vornehmer. Ich weiß wohl, daß ich Ihr Oheim bin, aber ich ziehe es vor, daß Sie michmein Herr nennen.

Ich verſtehe, mein Herr.

Und ich fordere gleichfalls, daß Sie mich nur Madame nennen! Hören Sie, Kleine? rief die dicke Angelika, ihre großherrliche Miene annehmend.

Roſa⸗Maria macht eine neue Verbeugung, indem ſie ſtammelt:Ich werde nicht ermangeln, Madame.

Dann, nimmt Herr St. Godibert wieder das Wort,können Sie bei uns wohnen, da Ihr Vater es für zweckdienlich gehalten hat, Sie nach Paris zu ſchicken, was ein wenig mit der Thür in's Haus fallen heißt.

O, mein Herr, wenn es Ihnen mißfällt, ſo kehre ich wieder in mein Dorf zurück! ruft das junge Mädchen, welchem die Aufnahme bei St. Godiberts das Herz zuſammenſchnürt.

Aber bereits hat Friedrich ſeine üble Stimmung mit einem Stirnrunzeln gezeigt, und Herr St. Go⸗ dibert, welcher dieß bemerkt, antwortet ſchnell mit liebenswürdigerem Ton:Nein, mein Kind, ich wei⸗ gere mich nicht, Sie zu behalten; es ſoll Ihnen in