Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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digo, Schriftſteller... man kennt mich unter keinem andern Namen; nicht wahr, Sie werden mich immer Mondigo nennen?

Gewiß, mein Herr, ich werde es nicht vergeſſen.

Sehr gut. Sodann habe ich eine Frau.. ſie iſt noch ganz jung und würde ſich gekränkt fühlen, wenn eine große Perſon wie Siemeine Tante zu ihr ſagte; ſie könnte gar glauben, das mache ſie

alt! Es iſt eben die Schwachheit einer ſchönen Frau,

die man entſchuldigen muß; wir werden nichts deſto⸗ weniger gute Verwandte für Sie ſein. Ich lade Sie im Augenblick nicht zu uns ein, weil wir in unſerm Hauſe Zimmer anmalen laſſen, aber ſpäter werden wir uns ſehen und ich habe St. Godibert ſchon ge⸗ ſagt, daß, wenn Sie eines Hutes, irgend einer Kleinigkeit zu Ihrer Toilette bedürfen, das mich an⸗ gehe. Uebrigens ſteht Ihnen dieſes Häubchen ſehr gut; im Theater müßte es ſehr reizend ſein. Adieu, liebe Freundin, bis auf Wiederſehen.

Mondigo küßt ſeine Nichte abermals und geht weg, nachdem er den Vater Savenay gegrüßt hat.

Herr St. Godibert, nachdem er gehuſtet und aus⸗ geſpuckt, ſo klangreich, wie dies bei reichen Männern Mode iſt, nimmt den Brief ſeines Bruders Hierony⸗ mus, den Roſa⸗Maria ihm reicht, überfliegt ihn mit geringſchätzender Miene und ſagt endlich zu dem jun⸗ gen Mädchen, das zitternd vor ihm ſteht:Mademoi⸗ ſelle, ich bin Ihr Onkel, ich läugne es nicht, aber jetzt heiße ich Herr St. Godibert, Banquier. Ich will nichts Anderes mehr ſein Sie verſtehen mich!