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„Hier iſt meine Baſe Roſa⸗Maria, welche ich
Ihnen vorzuſtellen die Ehre habe,“ ſagte Friedrich, ſeine Oheime mit halb ernſthafter Miene grüßend. Das junge Mädchen ſchlägt die Augen nieder, erröthet und macht eine tiefe Verbeugung. „Sie iſt außerordentlich hübſch,“ ſagte der hocher⸗ ſtaunte Mondigo, der nicht erwartet hatte, daß eine
durch ihre Anmuth und Schönheit ſo ausgezeichnete
Perſon vom Lande kommen würde.
Herr St. Godibert mildert ſein ſtrenges Ausſe⸗ hen ein wenig, wie er Roſa⸗Maria betrachtet. Ma⸗ dame St. Godibert allein ſchneidet ein deutlich er⸗ kennbares hämiſches Geſicht; es ſcheint, die Schön⸗ heit des Mädchens ärgere ſie und es ſei ihr noch weit widerwärtiger, daß ſie daſſelbe nicht häßlich finden könne. Sie wirft einen verächtlichen Blick auf Roſa und murmelt halblaut:„Welche Koketterie
für eine Bäuerin! Was ſoll's damit in Paris?“
„Das hier: Herr St. Godibert und das: Herr Mondigo,“ fährt Friedrich fort, ſeiner Baſe jeden
ihrer Oheime bezeichnend. Dieſe machte ihnen neue
Verbeugungen.
Mondigo läßt den Zauber, den man in Roſa⸗ Maria's Nähe empfindet, gewähren, geht auf ſeine Nichte zu und küßt ſie auf die Stirne mit den Wor⸗ ten:„Mein theures Kind, ich bin ſehr erfreut, Sie zu ſehen Sie kennen zu lernen! Muß ich ein Mal ein hübſches Frauenzimmer in meinen Werken ſchil⸗ dern, gewiß, ſo werde ich Ihres Geſichtes mich erin⸗
nern. Ich bin Ihr Onkel Mondigo, hören Sie, Mon⸗
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