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„Was bringen Sie denn für Nachrichten, mein
lieber Neffe?“ fragt Mondigo. „Ich komme, mit Ihnen von meiner Baſe zu
ſprechen.“ 1 „Ihrer Baſe?“
„Was ſoll das bedeuten?“ ſchreit Herr St. Go⸗
dibert mit wüthender Miene.
„Das o, das iſt ein reizendes junges Mäd⸗ chen, eines von jenen Geſichtern, wie man ſie ſehr ſelten trifft: eine Miſchung von Schönheit, Anmuth, Reinheit. Uebrigens, mein lieber Onkel, müſſen Sie
ſich derſelben erinnern: ſie iſt mit uns auf der Ei⸗
ſenbahn gereist. Dieſes junge Mädchen iſt in Corbeil eingeſtiegen; ihr Anblick hat Aufſehen erregt„ „Weiter, mein Herr. Was liegt daran) ob ſie häßlich oder ſchön iſt!“ ſulhS „Man findet ſich immer geſchmeichelt, eine Nichte zu haben, die von Jedermann bewundert wird. So⸗
dann, mein theurer Onkel(und daran muß Ihnen
am meiſten liegen), muß es Ihnen doch von Wichtig⸗ keit ſein, daß die Tochter Ihres Bruders nicht ohne Freunde, ohne Hülfsquelle allein in Paris daſtehe,
ohne einen andern Beſchützer als einen Armen, während ſie doch reiche Verwandte hat, welche etwas
Bedeutendes in der Welt vorſtellen.“
„Schweigen Sie, Friedrich, ſchweigen Sie. Wa⸗ rum hat dieſes junge Mädchen ihren Vater verlaſ⸗ ſen? Was brauchte ſie nach Paris zu kommen? Wahrſcheinlich aus Vergnügungsſucht!“ „O, Sie thun ihr Unrecht! Roſa⸗Maria hätte


