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Haus aufnehmen? ein iunges Mädchen von achtzehn Jahren, die mich ihre Tante hieße.. ihre Tante Gogo!.. Ha, wie abſcheulich! Wenn Sie das thun, mein Herr, ſo gehe ich, ſo fliehe ich, ſo klage ich auf Scheidung.“
„Aber, EClementine..
„Nein, mein Herr, das iſt aus und vorbei; kein Wort mehr darüber! Von einem achtzehnjährigen Mädchen Tante genannt zu werden... ich, die nur funfundzwanzig Jahre alt iſt! O, lieber laß ich mich hundert Mal ſcheiden!“
„Aber man ſcheidet nicht mehr, Madame.“
„Mir einerlei!“
Und ohne weiter auf ihren Mann hören zu wol⸗ len, geht Madame Mondigo und ſchließt ſich in ihr Schlafzimmer ein, indem ſie den Schriftſteller ſtehen läßt.„Es iſt erſtaunlich, was für einen hartnäcki⸗ gen Charakter meine Frau hat, da ſie doch blond iſt und ich hielt die Blondinen für ſo ſanft! Da traue einer der Haarfarbe!“ t und am andern Morgen früh hatte ſich Mondigo zu ſeinem Bruder, dem Geldmann, begeben und fing an, mit ihm von ihrer Nichte zu reden, und Herr St. Godibert ſchnitt⸗ ſchon Geſichter und ſchüttelte den Kopf mit einer nichts Gutes verkündenden Mienc, als mit einem Mal Friedrich vor ihnen ſtand.
„Ah, zum Henker, wie freut es mich, daß ich die beiden Herrn beiſammen treffe!“ ruft der große junge Mann mit heiterer Miene;„wie glücklich trifft ſich das für meine Nachrichten.“ S 8


