Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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108 nicht in meine Stellung als Inſpektor der Straßen⸗ reinigung eingetreten... die arme Kleine, ſie hatte ſich vor Ihrem ſchnöden Freunde, der ſie mit Gewalt in ſein Logis ſchleppen wollte, gerettet; ſie war lange die Kreuz und Quere durch die Straßen gerannt, endlich hatte ſie ſich, von Ermüdung erſchöpft, auf die Steinbank gelegt, wo ich ſie in der Dämmerung ſchlafend fand.. aber freilich hatte ſie gleich darauf eine famoſe Krankheit durchzumachen, weil ſie dort in der Nachtluft eingeſchlafen war.“

„Ha, jetzt iſt kein Zweifel mehr: dieſer ſchänd⸗ liche Richard hat ſie unwürdig verleumdet! Nicht genug, daß er durch den Verſuch, Roſa in ſeine Wohnung zu ſchleppen, ihre Lage mißbrauchte, nein, da ihm das Bubenſtück nicht gelungen, ſo wollte er ſich rächen, indem er vorgab, ſie habe drei Tage bei ihm zugebracht!“

„Welche Abſcheulichkeit!“ ruft der Greis, die Hände zuſammenſchlagend.„Alſo glaubt ein leichtes Sub⸗ jekt, baß er ein junges Mädchen, welches bei Ehren bleiben will, ſtatt daſſelbe darum zu ehren, auch noch verläumden, noch ſeines guten Leumunds berauben müſſe!“.

„Nicht alle leichten Subjekte führen ſich ſo auf, Vater Seſ ſagte Friedrich lächelnd;„es gibt welche, die bei allem Jagen nach Vergnügen und Weibergunſt dem wahren Werthe und der Tugend noch Gerechtigkeit angedeihen zu laſſen wiſſen.“

„Wie, wie!“ ſchreit Glureau, ſeine Aermel zurück⸗

ſtülpend,„der bösartige Zierbengel hat behauptet:

„