liebe Gott hat mich dafür geſtraft! Aber ich ergab mich darein und tröſtete mich mit dem Gedanken: nun denn, jetzt iſt es eben, als ob ich nicht geerbt hätte.“
„Armer Mann! Welche Philoſophie! welcher Muth! In ſeinem Alter ein ſolches Unglück ſo zu ertragen!“ Madame Marmodin richtete dieſe Worte an den jungen Julian, der ſich hinter ihr niedergelaſſen hattez als ſie aber die außerordentliche Bläſſe des Sohnes vom Hauſe und den ſonderbaren Ausdruck ſeines Ge⸗ ſichtes bemerkte, fuhr ſie fort:„Aber was haben Sie dann, Herr Julian? Wie blaß Sie ſind!. Ihre Züge ſind ganz entſtellt.“
„Glauben Sie, Madame?... O, das kommt von dem, was ich eben hörte, her!“
„Es hat Sie geſchmerzt, nicht wahr? Einen armen Greis anfallen, das iſt abſcheulich.. aber die Räuber achten Niemand. Ich glaube, Herr Julian, daß wenn Ihnen ein ſolches Ereigniß zugeſtoßen wäre, Sie ſich nicht ſo ſchnell getröſtet hätten als dieſer gute Mann.“
Julian murmelt einige ſchwer vernehmbare Worte und verſucht zu lächeln, aber ſein Geſicht bietet jetzt einen ſchreckenerregenden Anblick dar, ſo zerſtört ſieht es aus; um ſich eine Haltung zu geben, fteckt er einen Griffel, den er in ſeiner Taſche fand, zwiſchen die Zähne und beißt darauf, als ob er ihn zerbrechen wollte.
Herr Candrillon, der die Hand des Vaters Sa⸗ venay geſchüttelt hat, ruft aus:„Sich tröſten!..


