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die Räuber waren befriedigt. Offenbar wollten ſie nur mein Portefeuille, denn ſie gaben Hammel einen Streich und dieſer lief in raſchem Trabe weg; es verſteht ſich, daß ich ihn nicht anhielt.“
„Mein armer Freund! wie, Sie wurden auf ſolche Weiſe geplündert?“ ſagte Herr Candrillon, den Greis auf die Achſeln tätſchelnd;„ha, die Schufte! da hätte ich vorüberkommen ſollen, ich wollte ihnen die Köpfe gewaſchen haben.“
„Das iſt ein ſehr dramatiſches Ereigniß,“ ſagte Herr Mondigo;„in die Scene geſetzt würde es viel Intereſſe erregen.“
„Jedenfalls,“ ſagte Friedrich,„wußten die Räu⸗ ber, daß der Herr eine ſtarke Summe in ſeiner Brief⸗ taſche hatte, weil ſie dieſe augenblicklich forderten⸗ Ohne Zweifel werden Sie die Unklugheit gehabt haben, in irgend einer Herberge Etwas zu äußern.“
„Wohl möglich,“ mein Herr,„ich ſchwatze gern⸗ das iſt mir angeboren und ich glaube mich zu erin⸗ nern, daß ich in einem Dorfe nahe bei dem Wald anhielt, um meinem Pferde Ruhe zu gönnen. Hier habe ich in der That mit dem Gaſtwirth geredet: ich erinnere mich nicht mehr, was ich ihm ſagte; ich beobachtete auch keine Gäſte in der Stube, kurz, was praucht's da Weiteres? Wenn ich beraubt wurde, ſo iſt es jedenfalls immer die Schuld meines Eigenſinns, denn Herr Candrillon und andere Perſonen hatten mir gerathen, dieſe Reiſe nicht zu Pferde zu machen; ich wollte auf die guten Rathſchläge nicht hören.„ ich hielt mich für klüger als andere Menſchenkinder: der


