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55 „Auf Ehre, meine Herren, ich weiß es ſelbſt nicht;
Derneſty hatte mich hieher beſtellt und ich ſagte nur:
„Gehen wir Alle zuſammen, das wird heiterer ſein.“
„Ah, welche hübſche Gruppe!“ ruft der junge Julian aus, indem er von einem kleinen Bild: die badenden Mädchen, ſtehen bleibt. Das iſt entzückend! Welches Fleiſch, welches Colorit!“
„Schön, ſchön! Julian hält ſich vor Nacktheiten
v
auf,“ ſagte Friedrich, Derneſty's Beine herunter⸗ ſchiebend, um gleichfalls auf den Divan ſich ſetzen
zu können.„Kleiner Vetter, ſehen Sie ſolche Dinge
nicht an, ſchlagen Sie die Augen nieder: Sie könn⸗ ten auf ſündhafte Gedanken gerathen.“
„Wir ſind alſo in dem Atelier eines Malers?“ fiel Richard ein, indem er umherblickte.
„Ah! ihr Herren, Richard fängt zu merken an, daß er im Zimmer eines Malers iſt: viel von ihm! Bis jetzt hatte er ohne Zweifel geglaubt, bei einem Weinzäpfer zu ſein!“
„Meiner Treu', das wäre mir lieber genlen
„Und wo iſt denn der Hausherr?“
„Er wird gleich kommen. Da er einen Augen⸗ blick ausgehen mußte, hat er mir ſein Atelier über⸗ laſſen. ſehet, dort in dem Kiſtchen.. neben der Büſte Sn gibt es Cigarren.“
„Ei, wenn es hier nur auch Movelle gäbe!“ murmelte der junge Julian,„zum Beiſpiel die, welche zu dieſen badenden Mädchen geſeſſen.“
„Und in dieſem Coſtüm, gelt? Wahrhaftig, mein Vetter iſt ein kleiner Rous..


