54
tritt ein. Aus dem lärmenden Betragen dieſer Her⸗ ren iſt leicht zu errathen, daß ſie ſich beim Gabel⸗ frühſtück den Durſt hinlänglich gelöſcht haben.
Wie Friedrich des auf dem Divan ausgeftreckten Derneſty's gewahr wird, fängt er zu lachen an, Der⸗ neſty thut ein Gleiches und ſagt endlich:„Ich erwar⸗ tete nur Einen, und ſie kommen zu Dreien! Nicht übel das.“
„Mir däucht, es iſt beſſer als gar nicht kommen.“
„Peſtl meine Jungen, ihr habt gelebt, ſo viel ich ſehe... aus welcher Reſtauration kommt ihr her?“
„Café de Paris.“
„Nicht übel! Wer zahlte?“
„Meiner Treu'! ich glaubte einen Augenblick: Niemand. Ich hatte Julian und Richard eingeladen⸗
aber im Augenblick, wo ich die Rechnung zahlen wollte, bemerke ich, daß meine Börſe leer iſt: ich hatte geſtern Abend Alles im Whiſt verloren..
wir ſpielten ziemlich theuer. Da ſagte ich bei mir
ſelber: Ich bin ein ſauberer Kerl!“ Denn im Ver⸗ trauen auf mich konnten dieſe Herren gleichfalls in meiner Lage ſein. Doch durch eine Fügung der Vor⸗ ſehung fand es ſich, daß Julian Geld hatte!... Das nenne ich einen köſtlichen Vetter! Aber er iſt ſtark im Zuge, dieſer Schelm von Julian!... Vor ſeinen Eltern ſpielt er den Heiligen, doch fange ich zu be⸗ merken an, daß er nicht mehr werth iſt als wir.“ „Wo Teufels haſt Du uns denn da hingeführt, Friedrich?“ fragte Richard, in einen alten Lehnſtuhl fallend.
—


